Einteilige- und zweiteilige Implantate

Titan-Implantate (über 300 verschiedene Systeme) lassen sich in zwei große Gruppen einteilen:

  • einteilige und
  • zweiteilige Implantate.

Prinzipiell bevorzugen wir einteilige Implantate, da sie patientenschonender sind: Es sind keine Schnitte, keine Aufklappungen der Schleimhaut und somit auch keine Nähte notwendig.

Zweiteilige Implantate hingegen werden erst nach einer Einheilzeit von ca. 3-6 Monaten versorgt. Viele Implantologen tendieren zu diesem klassischen Protokoll mit den zweiteiligen Implantaten. Diese Systeme sind bei verminderter Knochenqualität zu bevorzugen.

Wir suchen für jeden individuellen Fall die Methode aus, die die größten Vorteile für unsere Patientinnen und Patienten hat. Beide Methoden haben sich bewährt und gehören in die Hände eines erfahrenen Implantologen.

Implantationsprozess

Implantation mit einteiligen Implantaten

Wie in der Abbildung dargestellt, wird bei den einteiligen Implantaten in der Regel die Schleimhaut nicht aufgeklappt bzw. aufgeschnitten. Durch die kleine punktförmige Öffnung wird das Implantat nach der Bohrung langsam eingedreht - dies dauert wenige Minuten. Nachdem das Implantat eingedreht wurde, wird ein Abdruck genommen und ein Provisorium eingegliedert. Eine Woche später findet eine Gerüstanprobe statt. Ein oder zwei Wochen nach der Gerüstanprobe werden die vom Labor stammenden Zähne fest eingesetzt und die Arbeit ist fertig.

Implantation mit zweiteiligen Implantaten

Die Implantation mit den zweiteiligen Implantaten (hier nicht dargestellt) erfordert mehr Zeit: die Schleimhaut muss oft aufgeklappt und danach wieder vernäht werden. Das beansprucht bei einem Implantat etwa 20 bis 30 min. Die Gesamtbehandlungdauer bis zur fertigen Arbeit beläuft sich auf einige Monate.

Aufbau der Knochenmasse

Falls nicht mehr genügend Knochenmaterial für das Einsetzen der Implantate vorhanden ist, so wird der Knochen künstlich aufgebaut (Augmentation).